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Dankeschön für dein Engagement!

Pfarrerin Elisabeth Müller wird entpflichtet und verabschiedet

Essen, 10.04.2026. Im Gottesdienst am Sonntag, 12. April, um 14 Uhr in der Kirche Haarzopf, Raadter Straße 79, wird Elisabeth Müller, Pfarrerin in der Evangelischen Emmaus-Gemeinde, durch die zweite stellv. Superintendentin des Kirchenkreises Essen, Skriba Silke Althaus, nach insgesamt 39 Berufsjahren aus ihrem Dienst entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet.

GOTTESDIENST IN DER KIRCHE HAARZOPF, EMPFANG IN FULERUM

Für die musikalische Gestaltung sorgt ein Projektchor. Im Anschluss lädt das Presbyterium der Emmaus-Gemeinde zu einem Empfang in das nahegelegene Gemeindezentrum Fulerum, Humboldtstraße 167, ein. Dort besteht Gelegenheit, Elisabeth Müller für ihr Engagement zu danken und ihr ein persönliches Wort mit auf den Weg zu geben.

Elisabeth Müller wurde 1961 in Bad Kreuznach geboren und ist in Idar-Oberstein aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Theologie in Marburg, Berlin, Rom und Main. In den Jahren 1987 und 1988 absolvierte Elisabeth Müller ein Auslandsvikariat auf Sizilien, bevor sie Vikarin in der Altstadtgemeinde in Mülheim an der Ruhr wurde. Nach der Ordination im Jahr 1990 und dem Probedienst war sie von 1991 bis 1997 als Pastorin in der Evangelisch-Reformierten Bethlehemsgemeinde in Mülheim tätig; anschließend verantwortete sie fünf Jahre lang die Frauenarbeit des Kirchenkreises An der Ruhr.

WECHSEL NACH ESSEN-HAARZOPF

2002 schließlich wurde sie Pfarrerin in der damaligen Evangelischen Kirchengemeinde Haarzopf; fortan waren vielfältige Gottesdienste und eine lebensnahe Verkündigung, Kinderbibelwochen und die Seelsorge wichtige Schwerpunkte ihrer Arbeit. Von 1990 bis 2003 war Elisabeth Müller zusammen mit Sabine Bäuerle Herausgeberin einer „Feministischen Predigtreihe“, seit 1992 schreibt sie regelmäßig Beiträge für die Reihen „Gottesdienst-Praxis“ und „Lesepredigten“.

ENGAGEMENT FÜR NEUE SEGENSRITUALE

In den letzten Jahren brachte Elisabeth Müller ihre Erfahrungen auch in das Team des kirchlichen Start-Ups „Segen45 – Agentur für Segensmomente im Kirchenkreis Essen“ ein, wo sie sich vor allem um die Entwicklung von Segensritualen für Menschen in schwierigen Umbruchsituationen des Lebens kümmerte: Beispiele sind etwa Trauerfeiern für Frauen, die Fehlgeburten oder einen Schwangerschaftsabbruch erlitten haben, aber auch Segensfeiern für Menschen, in deren Familie es zu einem Kontaktabbruch gekommen ist, die geschieden wurden und ihr kirchliches Eheversprechen zurückgeben möchten oder die sehr schwer erkrankt sind.

„In allen diesen Fällen können Segnungen dazu beitragen, dass Menschen besser Frieden mit sich selbst und ihrem eigenen Leben schließen können“, erläutert sie ihre Motivation.

POSITIVE BILANZ NACH 39 DIENSTJAHREN

Rückblickend zieht Elisabeth Müller eine sehr positive Bilanz ihrer langjährigen Tätigkeit: „Ich war immer gerne Ihre Pfarrerin“, schreibt sie in der aktuellen Ausgabe des Gemeindemagazins der Emmaus-Gemeinde. „Wenn ich diese Zeit überdenke, dann danke ich Ihnen vor allem anderen für das große, überwältigende Vertrauen, das Sie mir geschenkt haben.“ Fast 800 Gespräche vor Taufen, kirchlichen Trauungen und Beerdigungen, rund 600 konfirmierte Jugendliche und 31 Kinderbibelwochen stehen für einen reichhaltigen Schatz an Erfahrungen und vielfältigste Begegnungen. „Ich habe es immer als ein besonderes Privileg empfunden, dass Sie mich an Ihrem Leben teilhaben ließen. Vor diesem Vertrauen verneige ich mich. Es ist kostbar.“

IN GRÖSSEREN VERBÜNDEN DIE ZUKUNFT MEISTERN

Auch die aktuellen strukturellen Veränderungen im Kirchenkreis Essen nimmt Elisabeth Müller mit viel Optimismus wahr. „Die Zukunft in diesen schwierigen Zeiten überstehen wir nur gemeinsam, in größeren Verbünden“, erklärt sie zur Fusion, die die Gemeinde Haarzopf Anfang 2026 mit der benachbarten Emmaus-Gemeinde vollzogen hat. „Entscheidend ist nicht, wie wir organisiert sind – entscheidend ist, dass der Geist Gottes bei uns ist und dass wir das Wort Gottes hören und leben.“

 

 

 

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