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Hier kommt die ganze Welt vorbei

Unser Schulreferent pilgerte durch Galiläa und nach Jerusalem

Essen, 21.05.2026. „Hier kommt die ganze Welt vorbei“ – so drückte es der Besitzer eines kleinen Cafés am Damaskustor aus. In der ersten Mai-Woche war unser Schulreferent Alexander Maurer in der Heiligen Stadt und mit einem Pilgerseminar auf dem Jerusalem-Weg unterwegs. Ein Bericht.

VON ALEXANDER MAURER

Das Land der Bibel mit den Füßen erwandern, in Galiläa bis zum See Genezareth und dann vom Toten Meer nach Jerusalem aufsteigen, das stand in dieser Zeit auf dem Programm. Schnell bestätigt sich mein erster Eindruck: Überall sind die Menschen sehr froh uns zu sehen, ob nun christliche oder muslimische PalästinenserInnen, religiöse oder säkulare Juden oder Europäer, die im Land leben. Kommt zu uns! So lautet überall die Botschaft. Für uns war es eine Pilgerreise.

Am ersten und am letzten Abend in Jerusalem geben Liedermacher Christoph Zehendner („Unser Vater“) und Werner Hucks, die mit dabei sind, ein Hauskonzert im Johanniter-Hospiz und im Pilgerhaus Ecce homo in der Altstadt. Dazwischen sind wir unterwegs im 5. Evangelium, dem Land der Bibel, unter Führung zweier Guides von sk-tours.

Wir beginnen in Nazareth an der Verkündigungskirche, noch zur normalen Morgenzeit und zum Eingewöhnen mit leichtem Pilgergepäck; an den anderen Tagen geht es morgens um vier, halb fünf aus dem Bett, um in der Morgendämmerung im Schweigen loszulaufen. Beim Tee in der Wüste oder der Rast unter Olivenbäumen packen wir die Bibel aus, und im Wadi bei unserer gemeinsamen Andacht und Mahlfeier nehmen wir unsere Sorge um das Leben und den Frieden der Menschen mit in unser Gebet.

Am Ende des Weges steht das leere Grab, in diesen Zeiten leer in jeder Hinsicht. Wir sind die einzigen, die an diesem Nachmittag vor der kleinen Kammer stehen, etwas müde, aber dankbar für unfassbar schöne, nach außen wie nach innen sehr bewegende Tage.

Persönlich bleibt mir am Ende noch kurz die Gelegenheit, einen alten Bekannten in der École biblique et archéologique française neben dem Gartengrab zu besuchen, auf der zum Gedenken an den 8. Mai die französische Fahne weht – nirgendwo ist Weltgeschichte dichter beieinander als an diesem Ort. Oder wie der Cafébesitzer sagte: Hier kommt die ganze Welt vorbei... Und gerne auch Schülis und LehrerInnen aus Essen!

Zum Titelfoto: Schulreferent Alexander Maurer steht in der hinteren Reihe, 4.v.re.

 

 

 

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