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réfugiés - Flüchtlinge

Beeindruckende Ausstellung zum Weltflüchtlingstag

Essen, 06.06.2026. Inspiriert vom französischen Fotoreporter Samuel Gratacap, der Geflüchtete im libyschen Gefängnis begleitete, hebt Jörg Bertrams dessen Fotos mit kräftigen Farben und kraftvollen Techniken auf eine neue, ausdrucksstarke Ebene. So ist ein eindrucksvoller Bilderzyklus entstanden, der vom 6. Juni bis 18. Juli erstmals in Essen zu sehen ist: Die Marktkirche zeigt die Bilderserie im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Weltflüchtlingstag.

Seit 13 Jahren beschäftigt sich der Arzt und leidenschaftliche Humanist Jörg Bertrams künstlerisch mit dem Flüchtlingsthema, speziell mit dem unerträglichen Sterben unzähliger Menschen durch Ertrinken im Mittelmeer. Seine ersten großen Flüchtlingsbilder entstanden bereits 2013, als vor der Mittelmeerinsel Lampedusa 545 Menschen ertranken. 2015 war es das Pressefoto des an den Strand von Bodrum gespülten ertrunkenen dreijährigen Ailan aus Syrien, das ihn zu weiteren malerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema anregten.

Ein ganz besonderer Moment der Inspiration für ihn waren großformatige Bilder von Flüchtlingen in einem libyschen Gefängnis, die der mehrfach ausgezeichnete französische Fotokünstler Samuel Gratacap aufgenommen hatte und die 2019 im Museum Folkwang gezeigt wurden. Bei der Ausstellungseröffnung lernte Jörg Bertrams Samuel Gratacap persönlich kennen.

In der Folge entstanden vierzig, teilweise sehr großformatige Bilder, deren Vielschichtigkeit im Ausdruck sich vor allem durch das abwechslungsreiche Zusammenspiel aus abstrakten, sehr farbigen Formen und Flächen mit überlagernden und teilweise zerstörten Strukturen ergibt. Es entsteht eine zutiefst berührende Bildsprache, die das ganze Ausmaß dieser Flüchtlingskatastrophen zeigt. "Mein Ziel ist es, die epochale menschliche Tragödie, die sich fast täglich im Mittelmeer abspielt, in ihrer Individualität sichtbar und fühlbar zu machen", beschreibt Jörg Bertrams seine Motivation.

"Wir sind dankbar, den früheren Chefarzt und ärztlichen Direktor des Elisabeth-Krankenhauses mit seiner Kunst bei uns zu haben", freut sich Marktkirchen-Pfarrer Jan Vicari. Workshops und Führungen für Gruppen und Schulklassen mit dem Künstler können auf Anfrage unter Telefon 0201 2205-369, Mail marktkirche@evkirche-essen.de vereinbart werden.

Einen Überblick über alle Aktivitäten, die ein Veranstalterbündnis anlässlich des Weltflüchtlingstags (20. Juni) plant - zentral ist einmal mehr das interaktive Mahnmal "Beim Namen nennen" - haben wir auf dieser Homepage veröffentlicht. Sie finden den Link unter diesem Artikel.

Weitere interessante Ausstellungen, die zurzeit in unseren Gemeinden Rellinghausen und Königssteele sowie in einem Diakonieladen in der Stadtmitte zu sehen sind:

 

 

 

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