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Katharina Krause verabschiedet
Pfarrerin übernimmt eine Professur für Seelsorge in Freiburg
Essen, 18.07.2026. Pfarrerin PD Dr. Katharina Krause wechselt nach dem Ende ihres Probedienstes im Kirchenkreis Essen an die Evangelische Hochschule Freiburg, wo sie zum 1. September eine Professur für Seelsorge übernimmt. Für die Ausbildung ehrenamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger "Lebensspuren begleiten", die sie geleitet hat, zeichnet sich bereits eine gute Lösung ab.
PROMOTION IN TÜBINGEN, HABILITATION IN WUPPERTAL
Katharina Krause ist in einem Pfarrhaus in Süddeutschland aufgewachsen und hat nach ihrem Abitur zunächst eine Lehre als Hauswirtschafterin absolviert, bevor sie in Tübingen, Wien und Yale (USA) Evangelische Theologie studierte. Ihre Promotion verfasste sie zum Thema "Bekehrungsfrömmigkeit. Historische und Kultursoziologische Perspektiven auf eine Gestalt gelebter Religion" an der Universität Tübingen.
2022 wechselte Katharina Krause als wissenschaftliche Assistentin an die Ruhr-Universität Bochum, wo ihr Mann Altes Testament lehrt. Im Januar 2026 wurde sie an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal mit ihrer wissenschaftlichen Forschungsarbeit „Ins Schwärmen kommen. Ethnografische Untersuchung zu Demenz und Gottesdienst“ habilitiert.
PROBEDIENST IM KIRCHENKREIS ESSEN
Parallel zu ihrer wissenschaftliche Karriere ließ sich Katharina Krause weiter zur Pfarrerin ausbilden. Nach ihrem Vikariat in Tübingen wurde sie 2018 zur Pfarrerin ordiniert. Von April 2025 an versah sie ihren Probedienst im Kirchenkreis Essen, wo sie als Nachfolgerin von Pfarrer Wilfried Diesterheft-Brehme die Ausbildung ehrenamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger "Lebensspuren begleiten" leitete; mit einem kleineren Stellenanteil im Umfang von 25 Prozent war sie als Seelsorgerin im Evangelischen Seniorenzentrum Martineum und als Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Königssteele tätig.
"Das war eine richtig gute Zeit für mich hier in Essen", erklärte Katharina Krause anlässlich ihrer Verabschiedung. "Ein kurzes, volles, schönes Jahr, in dem ich mich vor allem an der Kollegialität in der Essener Pfarrer*innenschaft erfreut und zudem auch in der Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Seelsorger*innen ganz viel Gutes erfahren habe. Ich habe viel dazugelernt - auch in der Seelsorge. Nun freue ich mich auf die neue Aufgabe."
AUSBILDUNG VON EHRENAMTLICHEN IN SEELSORGE WIRD FORTGESETZT
Wer die Leitung der Ausbildung "Lebensspuren begleiten" zukünftig übernehme, sei formell zwar noch nicht endgültig beschlossen, doch führe sie bereits "vielversprechende Gespräche mit einer sehr guten Perspektive", teilte Assessorin Monika Kindsgrab im Haus der Evangelischen Kirche mit. "Ehrenamtliche, die unsere qualifizierte Ausbildung absolvieren und anschließend seelsorgliche Aufgaben in Krankenhäusern und Altenheimen, in Gemeinden, in der inklusiven und der passageren Seelsorge übernehmen, werden immer wichtiger für unsere Arbeit. Bislang haben wir über fünfzig Menschen auf diese Tätigkeiten vorbereitet und wollen diesen erfolgreichen Weg auch zukünftig fortsetzen." Der sechste Kurs beginnt im November, Anmeldungen sind weiter möglich.
Titelbild: Assessorin Monika Kindsgrab stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Essen (2.v.re.), Pfarrer Uwe Matysik und Pfarrerin Wenke Bartholdi (re.) verabschiedeten Dr. PD Katharina Krause mit einem Blumenstrauß im Konvent für Krankenhausseelsorge.
Informationen zur Ausbildung Lebensspuren begleiten für Ehrenamtliche in der Seelsorge »
