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Urlaubspastorendienst auf Juist

Essener Pfarrehepaar half beim Dienst auf der Nordseeinsel mit

TEXT & FOTO: ULRICH HOLSTE-HELMER

Essen, 22.07.2026. Drei Wochen Urlaubspastorendienst auf der Nordseeinsel Juist – zur Unterstützung der Ortspastorin. Das bedeutet: Gottesdienste und Andachten halten, thematische Vorträge und Gemeindegespräche anbieten und Seelsorgegespräche führen.

AUF SAND GEBAUT

Natürlich ist der Aufenthalt auf einer Nordseeinsel erholsam – allein schon wegen des Meeresklimas, aber im Fall von Juist auch, weil auf der Insel der Autoverkehr fehlt. Wenn man dann ein wenig hinter die Kulissen schaut, entdeckt man schnell, dass ein großer und alles andere als erholsamer Teil der Dienstleistungen in Restaurants und Hotels auf Juist heute durch Arbeitskräfte aus Osteuropa, vor allem aus Polen, geschultert wird.

Zum Blick hinter die Kulissen gehört auch zu erkennen, dass Dorf und Kirche im wahrsten Sinne des Wortes auf Sand gebaut sind. Und dass im Laufe der Jahrhunderte Kirchen und Siedlungen immer wieder verlegt werden mussten, wenn verheerende Sturmfluten durch die schützenden Dünen brachen. Bis heute können Stürme das idyllische Meer in ein lebensgefährliches Chaos verwandeln, in das sich nur die dafür speziell gebauten Schiffe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hineinwagen können, um Leben zu retten.

SUCHE NACH SPIRITUALITÄT UNS SEGEN

Drei Wochen Urlaubspastorendienst bedeutet auch zu entdecken, wo und auch auf welche Weise Gäste auf der Insel Spiritualität und Segen suchen – sei es jenseits der Kirchengemeinden in den zahlreichen Angeboten von Yoga, Körperwahrnehmung, Tai-Chi und Klangschalenmeditationen, sei es bei den rund 100 standesamtlichen Trauungen, die jetzt im Sommer häufig am Strand stattfinden und von denen rund 10 Prozent mit kirchlichen Trauungen verbunden sind.

Aber auch die Gottesdienste der Kirchengemeinden sind gut besucht und darüber hinaus macht die evangelische Gemeinde, die die Vollzeitstelle des Inselkantors zum großen Teil aus Spenden finanziert, den Menschen ein breites Angebot an Musik und Kleinkunstevents.

 

 

 

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